Chillen in Goa

Kaum im kleinsten Bundesstaat von Indien angekommen, merkt man sofort, dass die Uhren hier noch langsamer ticken, als im restlichen Indien. Ja, es gibt wirklich noch eine Steigerung :-) Man spürt eine Art Vibe, welchen man mit karibischen Inseln vergleichen kann. In Goa gibt es diverse Inseln im Norden wie auch im Süden. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Party's vor allem in Norden stattfinden und im Süden einige Strände wirklich fast menschenleer sind (je nach Saison natürlich). Wir haben uns entschieden, unsere Goa-Reise im ruhigen Süden in Agonda und Palolem zu starten. Unser Hostel, eine einfach zusammengezimmerte Hütte ohne Klimaanlage hatten wir in Agonda-Beach gebucht. Begrüsst haben uns zwei riesige Kakerlaken. Auch das gehört nun mal dazu. Agonda-Beach ist wirklich sehr ruhig. Wer sich fernab von all dem Trubel und Touristenrestaurants und -verkaufsständen erholen möchte, ist hier absolut richtig. Da es doch sehr ruhig war, haben wir für 300 Rupien (ca. Fr. 4.70) einen Roller für einen Tag gemietet. Die Strassen sind verhältnismässig gut und vom einen Strand zum anderen sind es nur knapp 15-20 Minuten. Mit dem Scouter sind wir dann also nach Palolem gefahren. Dort angekommen, haben wir schon etwas mehr Touristen angetroffen. Der Strand von Palolem hat uns sehr gut gefallen. Man kann über 50m weit ins Meer laufen und das Wasser ist lediglich knietief. Ein sehr schöner Badestrand. 

 

Nachdem wir zwei Tage im Süden verbracht haben, hat uns ein Freund namens Ravish, welcher vor zwei Jahren noch in Zürich lebte und nun in der Hauptstadt Goa's in einem Hotel arbeitet, abgeholt. Wir fuhren gemeinsam ca. 1.5 Stunden Richtung Norden. In Panjim, der Hauptstadt, gibt es nicht viel zu sehen, aber es ist ein guter Ausgangspunkt. Ausserdem befinden sich dort Casino's auf grossen Schiffen. Dies ist auch der Grund, dass viele Inder die Stadt besuchen. Uns hat es jedoch weiter nach Norden gezogen. Wir haben uns für ein Strand-Bungalow in Menderem entschieden. Glücklicherweise war dies die richtige Wahl. Wer einmal nach Goa reisen möchte, dem empfehlen wir wirklich das Hotel Beachstreet. Die Aussicht auf das Meer vom Bungalow aus ist fantastisch. Auch das Essen, welches sie servieren ist köstlich. Wir haben die zwei Tage dort mehr als genossen. Ein weiterer sehr schöner Strand befindet sich ausserdem in der Nähe. Arambol-Beach ist mit dem Scooter in knapp 5 Minuten zu erreichen. Ausserdem gibt es dort einen "Geheimtipp". Am Ende des Strandes gibt es diverse Restaurants und Souvenirläden. Es führt ein Weg hindurch, welcher man bis zum Ende folgt. Dann gelangt man an einen etwas abgelegnen Strand. Das Highlight dort ist ein Süsswasserbecken. Das Farbenspiel zwischen dem türkisfarbenen Wasser und dem grünen Wald im Hintergrund ist wunderschön.  

 

Wer in Goa wirklich Action sucht, der ist in Baga richtig. Dort befinden sich diverse Nachtclubs und zahlreiche Restaurant und Bars. Um am Abend zu feiern ist dies absolut der richtige Ort. Ansonsten ist Baga-Beach jedoch sehr touristisch und gleicht etwas den spanischen Inseln wie Mallorca nur im Miniformat. Uns hat es dort nicht so gefallen, weshalb wir keinem raten würden, dort eine Unterkunft zu buchen. Ausser natürlich man sucht den Rummel und Trubel. 

 

In Goa gibt es ausserdem eine flüssige Spezialität namens Orak oder Cashew Feni. Es handelt sich hierbei um eine Art Likör, welcher aus der Cashew-Nuss gewonnen wird. Er enthält rund 45 Prozent Alkohol und wird vor allem zusammen mit    Limca (ähnliche wie Sprite) getrunken. Ausserdem sind die Fisch- oder Shrimpcurries, welche mit Kokosmilch zubereitet werden, sehr zu empfehlen. 


Alles in allem ist Goa auf jeden Fall eine Reise wert. 

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