Weitere Gedanken zu Indien

1. Chaos

In Indien herrscht Chaos pur, egal wo man sich befindet. Ob auf der Strasse, im Bus oder in einem Restaurant. Alles wirkt sehr unorganisiert. Trotzdem funktioniert es, es dauert manchmal zwar lange, aber es funktioniert. Ein organisiertes Chaos sozusagen.


2. Essen

Die indische Küche ist auf der ganzen Welt für die Vielzahl an verwenden Gewürzen (Masalas) bekannt. Es gibt so vieles Neues zu probieren. Spannend ist, dass sich die Gerichte von Region zu Region stark unterscheiden. Wir müssen jedoch zugeben, dass nach wir uns nach 1.5 Monaten nach westlichem Essen sehnten und einen langen Weg auf uns nahmen, um eine richtige Pizza zu bekommen. 

 

3. Armut

Die Armut ist in Indien allgegenwärtig. Sie begleitet dich, egal wo du bist oder hin siehts. Auf der anderen Seite gibt es mittlerweile eine doch recht grosse Anzahl an sehr reichen Indern. Auch der Wirtschaft scheint es heute bedeutend besser zu gehen als noch vor einigen Jahren. Trotzdem müssen noch immer Millionen von Menschen täglich um's Überleben kämpfen. Ein nach wie vor sehr grosses Problem ist die Korruption. So lange diese vorhanden ist, wird sich diesbezüglich nicht viel ändern. Jeder sorgt dafür, dass seine eigene Taschen mit Geld gefüllt werden. Menschen, welche Macht haben, müssten als Vorbild voran gehen.

 

4. Cricket

Die Inder sind verrückt nach diesem Sport. Indien ist nun nicht wirklich ein erfolgreiches Sportlerland. Doch im Cricket sind sie recht gut. Im indischen TV kann man täglich die nationale Meisterschaft verfolgen. Während unseres Aufenthalts hat die Weltmeisterschaft stattgefunden (in Australien/Neuseeland). Indien ist ziemlich weit gekommen, jedoch im Halbfinale gescheitert. Es ist ausserdem der Lieblingssport der Kinder. Egal wo, ob auf einer Wiese, einer Strasse, dem Trottoir, überall wo ein wenig Platz ist, wird Cricket gespielt. Alles was es dazu braucht ist ein Ball und eine Art Schläger und lost geht's.

 

5. Kühe

Die Kühe gehören definitiv zu Indien. Egal in welcher Ortschaft man sich befindet, die Kühe bewegen sich frei. Wenn eine Kuh in mitten einer Strasse steht, wird meist zugewartet, bis sich diese weg bewegt. Da sie heilig sind, werden sie von vielen Einheimischen täglich mit Essen gefüttert. Ansonsten sind die Strassen (leider) mit Müll übersaht, so dass immer was essbares in der Nähe ist. Nur im Süden nimmt die Anzahl an Kühen im Freien ab, da sich dort weniger Hindus leben.

 

6. Hitze

Natürlich ist es schön, aus der kalten Schweiz kommend, die Wärme von Indien zu geniessen. Die Hitze, gepaart mit dem Müll und den vielen Leuten ist nicht immer ganz so angenehm, zumindest in den Grossstädten. In Goa oder Südindien, mit einem kühlen Drink lässt es sich ganz gut aushalten ;-)

 

7. Kultur

Die indische Kultur zählt mit unter sicherlich zu den Ältesten auf dieser Erde (mal abgesehen von den Ägyptern, Römern und Griechen). Entsprechend gibt es viel zu sehen und zu erleben. Wenn man die richtigen Leute um sich hat, ist es wirklich sehr spannend zu erfahren, wie sich das Land in den letzten Jahrhunderten verändert hat, wer an der Macht war und so weiter. Natürlich ist auch die Übernahme der Briten und die erreichte Unabhängigkeit nach wie vor ein wichtiger Teil dieses Landes.

Eine wichtige Person in diesem Zusammenhang und auf der ganzen Welt bekannt: Mohandas Karamchand Gandhi alias Mahatma Gandhi. In Indien ist er nach wie vor sehr präsent. In Form von Statuen und natürlich vielen Souvenirs mit seinem Abbild. 

 

8. Tempel

Hinduistische Tempel findet man in Indien praktisch in jeder Stadt. Diese sind für die Bevölkerung, welche grössten Teils zu den Hindus zählen, sehr wichtig. Die religiöse Stätte wird täglich besucht und entsprechend gebetet. Auch einige buddistische Tempel sind je nach Region zu finden. Die Tempel sind äusserst prachtvoll. Es ist immer wieder erstaunlich, was vor hunderten von Jahren an Wissen und Baukunst vorhanden war.

 

9. Handeln

Egal was gekauft wird, sofern du nicht in einem modernen Mall bist, bezahle nie den verlangten Preis. Ob man ein Taxi, TukTuk benötigt oder sonst einen Artikel erwerben möchte, verhandeln ist angesagt. Nun sind wir es uns aus unserer Heimat nicht gerade gewohnt, um jeden Fragen und Rappen zu kämpfen. Hier aber muss man es lernen oder man wird gnadenlos abgelockt und bezahlt überall zu viel.    

 

10. Familie

Zum Schluss jedoch das wichtigste, die Familie. Ich (Ben) musste 31 Jahre lang warten, um etwas mehr über meine indischen Wurzeln zu erfahren. Wir haben meine Familie im Süden Indiens in Kochi besucht und konnten ein wenig Zeit zusammen verbringen. Es war eine kurze, jedoch sehr schöne Zeit. 

 

An dieser Stelle möchten wir noch erwähnen, dass dies unsere persönlichen Gedanken sind und die Reihenfolge keine Wertung darstellt. 

 

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Kommentare: 1
  • #1

    Hampi (Dienstag, 12 Mai 2015 06:29)

    1. Chaos

    2. Dreck

    3. Düfte ( gute und schlechte )

    4. Kühe

    5. ja statt nein mit dem Kopf

    6. Farben

    7. Cricket

    8. Essen

    9. Tempel

    10. Fotografie Schlaraffenland für streetfotografie