Von Java bis Flores in 30 Tagen + 4

Indonesien, das Land mit den unzähligen Inseln. Wir haben unsere Indonesienrundreise in der Hauptstadt Java begonnen. Dort gibt es nicht allzu viel zu sehen oder zu unternehmen, weshalb wir nach zwei Tagen weitergezogen sind. In Zentraljava besuchten wir die Tempelstadt Bodobudur und bestiegen danach die beiden Vulkane Bromo und Ijen. Die Fähre hat uns dann auf die berühmte Insel Bali gebracht. Da der Hafen ganz im Westen lag, mussten wir per Taxi die ca. 100 Kilometer nach Kuta zurück legen. Da es keine Schnellstrassen gibt und relativ viel Verkehr herrscht, wird mit einer Durchschnitts-geschwindigkeit von 40km/h gefahren. Entsprechend dauerte die Fahrt knapp 4 Stunden. Kuta ist sehr touristisch, das Mallorca für die Australier so zu sagen. Der Ort an sich hat uns nicht wirklich gefallen aber wir hatten ein gutes Hostel in welchem wir uns wohl fühlten. In Bali sind wir dann weiter Richtung Süden gezogen, wo es viele Strände gibt und vor allem gute Wellen zum Surfen. Danach weiter nach Ubud. Ein absolut cooler Ort in Bali, nicht am Meer gelegen und trotzdem oder vielleicht genau deswegen interessant. Wer den Film Eat Pray Love gesehen hat, der kann sich in etwa vorstellen, welch ein Spirit hier herrscht. Wenn man ein spiritueller Mensch ist oder werden möchte, ist man hier genau richtig. Wir hatten für drei Tage ein Hammer Haus im balinesischen Stil inmitten in einem Reisfeld. Wir haben unseren Aufenthalt dort sehr genossen und zudem Ben's 32sten Geburtstag gefeiert. 

 

Weiter ging es zu den Gili's. Dies sind drei Inseln östlich von Bali gelegen und mit dem Schiff in knapp 1.5 Stunden zu erreichen. Wir sind zuerst auf Gili T., welche die grösste der drei aber auch die touristische Insel ist. Dort haben wir dann beide den Tauchkurs begonnen. Nachdem dieser beendet war, ging es für einen halben Tag auf die Nachbarinsel Gili Air. Diese ist wesentlich ruhiger und ist nicht so verbaut wie Gilt Trawangen. Die kleinste Insel Gili Menos haben wir leider nicht besucht. Man sagte uns, dass diese Insel noch sehr ursprünglich ist, so war Gili T. vor 20 Jahren auch mal. 

 

Kurzentschlossen haben wir einen 4-tägigen Ausflug zu den weiter östlich gelegenen Insel Flores gebucht. Es gab die Möglichkeit an Deck oder in einer Kabine zu übernachten. Wir haben uns für die Kabine entschieden. Im Nachhinein ein grosser Fehler. An Bord angekommen, begutachteten wir als erstes unsere "Kabine". Diese sogenannte Kabine bestand eigentlich nur aus einer Liegefläche, welche aus Brettern zusammen gezimmert wurde und einer Matratze. Wer an Klaustrophobie leidet, hat ein echtes Problem. Zudem lag der Raum direkt über dem Motor, weshalb es stark nach Öl und Petrol stank. Aber das schlimmste war die unerträgliche Hitze. In diesem Kämmerlein war es so heiss, dass schlafen praktisch unmöglich war. Rocio hat die zweite Nacht entsprechend bereits an Deck verbracht. Ben hat es eine Nacht länger ausgehalten, bevor auch er aufs Deck ging, wo wenigstens ab und zu eine frische Briese das Schlafen ermöglichte. Der fast dreifache Preis für die Kabine war definitiv eine Fehlinvestition. Der Ausflug an sich war aber cool. Wir haben diverse Inseln wie z.B. Moyo, Rinca, Komodo und Flores. Die Aktivitäten waren unter anderem Schnorcheln mit Manta's (wobei diese Viecher immer wieder verschwunden sind, als wir ins Wasser sprangen), leichtes Trecking zu Wasserfällen und Aussichtspunkten und schlussendlich ein Besuch im berühmten Komodo-Nationalpark. 


Nachdem wir 4 Tage lang mit dem Schiff unterwegs waren, sind wir dann endlich im Ziel in Flores angekommen. Flores hat gerade für Naturliebhaber und Tauchfans viel zu bieten. Leider hatten wir zu wenig Zeit, um die Insel richtig zu erkunden. Es gibt nämlich nur eine Strasse., welche vom Westen in Richtung Osten führt. Mit dem Bus benötigt man 1 Woche, um in die Mitte der Insel (ca. 400km) und wieder zurück zu gelangen. Also haben wir uns ein günstiges Hotelzimmer gemietet und den Ort Labuan Bajo, an welchem unser Schiff ankerte, mittels Roller erkundet. Nach einer leichten Jungle-Wanderung zu einem Wasserfall und einem Sprung vom der Klippe (gefühlte 20 Meter hoch, jedoch wohl eher knapp 8) ging es dann bereits wieder Richtung Flughafen um den Flieger zurück nach Bali zu kriegen.


Zurück in Bali verbrachten wir die Nacht an der Ostküste in Sanur, da wir am nächsten Tag die Insel Nusa Lembogan besuchten. Wir hatten viel positives über diese Insel gelesen wie auch von Mitreisenden erfahren, weshalb wir uns kurz entschlossen drei Tage dort zu verbringen. Nachdem wir dort ankamen, waren wir jedoch gar nicht begeistert. Das bereits im Vorfeld gebuchte Hotel war irgendwo im nirgendwo hoch oben und die Zufahrt war katastrophal. Auch die Insel selbst hat uns überhaupt nicht gefallen. Praktisch keine Strände, wo einfach nur gebadet werden kann, da überall Boote ankern. Man ist fast gezwungen überteuerte Schnorcheltouren zu buchen. Die Insel selbst ist sehr hügelig und es gibt praktisch nur Schotterwege um von A nach B zu gelangen. Mit dem Roller war dies recht anspruchsvoll. Dazu kam, dass auf der ganzen Insel nur ein einziger Bargeldautomat vorhanden war. Natürlich war dieser leer und natürlich hatten wir fast kein Bargeld mehr. Irgendwie haben wir den Aufenthalt dann doch noch über die Runden gebracht. Das Hotel haben wir aber nach der ersten Nacht bereits wieder storniert und haben uns eine Unterkunft Näher am Wasser und dem Zentrum genommen. Da es uns wie gesagt nicht gefallen hat, sind wir nach der zweiten Nacht wieder Richtung Bali abgereist.


Zurück in Sanur haben wir dann noch zwei Tage entspannt bevor es dann zum Flughafen Bali ging um weiter nach Kuala Lumpur zu fliegen. Bevor wir Indonesien jedoch verliessen, durften wir an der Passkontrolle noch eine Strafgebühr über 2.4 Millionen Ruphias bezahlen. Wofür? Wir hatten unser 30-Tage Visum um 4 Tage überzogen. Wir wussten bereits kurz vor der Einreise, dass der bereits vorgebuchte Weiterflug die 30 Tage überschreitet. Die Visumsverlängerung in Indonesien hätte jedoch einige Zeit in Anspruch genommen, da man insgesamt drei Mal an verschiedenen Tagen ins Visumbüro gehen muss, welches sich in Flughafennähe in Denpasar befindet. Wir sind das Risiko also eingegangen und haben die Gebühr bezahlt. Der Beamte war jedoch äusserst zuvorkommend und hat uns nochmals aufgeklärt, dass es noch einen anderen, günstigeren Weg gäbe. Nur fürs nächste Mal, wenn wir für die Flitterwochen wieder kommen, so meinte er! Irgendwie ein schöner Abschluss. Deshalb, Tri Makasi (Danke) Indonesien. 

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Kommentare: 7
  • #1

    Gabor (Mittwoch, 24 Juni 2015 10:39)

    Schöne Geschichte, 24 Millionen, na ja, Flitterwochen ist gut, zuerst wollen wir eure Hochzeit feiern - in Wallisellen oder so.. Wir habem übrigens heute (24.6.) unsere
    18. Hochzeitstag. Liebe Grüsse Gabor und Hildegard

  • #2

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