Bangkok und Freunde

Nachdem wir eine knappe Woche im Süden von Thailand verbracht haben, sind wir von Phuket nach Bangkok gereist. Diesmal haben wir uns jedoch den Luxus eines Flugzeugs geleistet. Nach knapp 3.5 Monate der Zweisamkeit, haben wir unsere Freunde Christoph und Laor aus der Schweiz getroffen. Sie waren gerade zu Besuch bei der Familie von Laor, welche im Isaan im Nordosten von Thailand nahe der laotischen Grenze zu hause sind. Wir haben uns auf jeden Fall riesig auf die beiden gefreut. 

 

Da Laor in viele Jahre in Bangkok lebte und arbeitete, kennt sie sich dort bestens aus. Als erstes sind wir in ein superschönes Boutiquehotel direkt am Fluss liegend, gefahren. Die beiden sind dort praktisch Stammgäste. Nachdem wir unser Gepäck abgeladen haben und uns kurz frisch machten, ging es bereits auf Erkundungstur. In Bangkok gibt es viel zu unternehmen. Natürlich wie überall in Thailand, gibt es auch hier diverse Tempel zu besichtigen. Besonders bekannt und spannend sind jedoch die vielen verschiedenen Märkte, sei es am Tag oder in der Nacht. Am wohl bekanntesten ist der Wochenendmakrt. Der ist so gross, dass es kaum möglich ist, an einem Tag alles zu sehen. Zu kaufen gibt es dort praktisch alles. Vom Ramsch bis zur coolen Designerklamotte. Wir haben einen knappen halben Tag dort verbracht. Die starke Hitze, die engen Gassen und die Menschenansammlung hatte es in sich. 


Der zweite Teil unseres Bangkok-Aufenthalts verbrachten wir im quirligen Chinatown. Aus unserer Sicht unterscheidet sich dieses Chinatown nicht wirklich von den zig anderen auf der Welt, nur grösser ist es wahrscheinlich. Aber spannend zu beobachten, wie das Verhalten, die Gestik und Mimik der Leute in dieser Gegend gegenüber dem restlichen Bangkok abweicht. Auch die Küche ist komplett anders. Wer ein Schwalbennest für mehrere hundert Franken oder eine mindestens genauso teuere Haifischflossensuppe essen möchte, der ist hier richtig. Wer einmal dort ist, unbedingt ins Shanghai Boutique Hotel gehen, einfach hammer und nicht einmal so teuer.  


Auch die Rooftop-Bars sind ein fester Bestandteil in Bangkok. Mittlerweile gibt es über 40 Stück. Nicht zuletzt dank des Hollywood Blockbusters Hangover Part 2 erfreuen sich diese grösster Beliebtheit. Eines haben jedoch alle gemeinsam. Die Drinks sind schweineteuer. Die Aussicht muss schliesslich mitgezahlt werden. Wir haben zwei Rooftop-Bar's besucht und unser Fazit: Haste eine gesehen, haste alle gesehen. Mehr oder weniger immer das gleiche, nur etwas andere Blickwinkel. Um die pulsierende Stadt von oben zu sehen und einen Sonnenuntergang bei einem guten Drink zu geniessen, aber auf jeden Fall einen Besuch wert. 


Was wir vier in Bangkok jedoch vor allem gemacht haben - essen. Die Stadt ist für seine unzähligen Restaurants, Foodstalls und Märkte bekannt. Egal welche Küche zu deinen Favoriten zählt, in Bangkok findest du alles. Vom Sterne-Gourmet-Restaurant bis zum einfachen Strassenverkäufer ist alles vertreten. Es macht richtig Spass die verschiedenen Köstlichkeiten aus aller Welt zu probieren. In den knapp 5 Tagen haben wir dank den beiden sehr gut und vielfältig gegessen. 


Wer schon mal in Bangkok war, der weiss, dass die Fortbewegung nicht ganz einfach ist. Mit Taxis, Tuktuk, Skytrain, Metro und Flusstaxi hat sie zwar extrem viele Fortbewegungsmittel, ist jedoch trotzdem täglich verstopft. So verbringt man ohne Probleme zwei Stunden pro Tag damit, um von A nach B zu gelangen. Was ärgerlich war, dass die Taxifahrer bestimmte Destinationen zu bestimmten Zeiten sogar ablehnten. 


Die Stadt selbst hat sich uns in sehr gutem Licht präsentiert. Wir hatten sie wesentlich Chaotischer und verruchter erwartet. Vielleicht ein etwas falsches Bild, welches durch die unzähligen Filme, die hier gedreht wurden, entstanden ist. 


Das war aber auch die einzige negative Erfahrung im lebhaften Bangkok. Uns hat es auf jeden Fall gefallen. Natürlich vor allem dank zwei grossartigen Gastgebern. Nochmals vielen Dank Christoph und Laor für die kurze aber coole Zeit.

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