Hallo Nemo

Wie viele Reisende vor uns, wollten auch wir die Unterwasserwelt endlich nicht nur aus der Vogelperspektive erkunden, sondern den vielen Meeresbewohnern auf Augenhöhe begegnen. Ergo, ein Tauchschein muss her. Auf den Gili-Inseln angekommen, ca. 1.5 Stunden von Bali entfernt, haben wir uns kurzerhand entschlossen, uns für den Open-Water-Kurs einzutragen. Eine Stunde später ging es dann auch schon los mit Film schauen, Buch lesen und Lückentexte ausfüllen (das alles natürlich gleichzeitig). Am nächsten Tag hies es dann früh aufstehen, um das Tauchen im Pool zu erlernen. Es ist schon ein sehr spezielles Gefühl unter Wasser mit dem Sauerstofftank zu atmen. Da Rocio sich bereits beim Schnorcheln unwohl gefühlt hatte, war Ben skeptisch, ob Tauchen das Richtige ist. Ein Versuch ist es jedoch allemal wert. Leider blieb es für Rocio mehr oder weniger beim Versuch. Nach ca. 2 Stunden der Übungen im Pool, brach sie den Kurs ab. Für Ben aber hiess es am nächsten Tag: "Sprung ins kalte Wasser"! Wenn man so als Anfänger bereits nach einem Tag in der "neuen Welt" überleben soll, macht man sich schon einige Gedanken. Nichts desto trotz, unser Tauchlehrer war sehr erfahren, zudem kam, dass die schon anfänglich sehr kleine Gruppe bestehend aus vier Personen schlussendlich nur noch aus mir und einer österreichischen Mitschülerin bestand. Wir hatten also mit einem Dive-Instructor und zwei Dive-Mastern genügend Aufmerksamkeit. 


Auf jeden Fall hatten wir unseren Neoprenanzug montiert und sassen im Schiff, bereit fürs kalte Nass. Anfänglich ist es nicht ganz einfach, die ganze Ausrüstung anzuziehen und sieht für Profis sicherlich unbeholfen aus. Aber wie es so schön heisst, es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen oder Übung macht den Meister :-). Ein letzter Sicherheitsscheck und mittels Rückwertsrolle rein ins Abenteuer.


Die Ruhe dort unten ist wirklich speziell und einmalig. Weit weg vom ganzen Trubel auf dem Lande. Alles wirkt so langsam fast so, als bliebe die Zeit stehen. Die ersten Minuten unter Wasser sind jedoch schwierig zu geniessen, da man doch ziemlich beschäftigt ist, am Leben zu bleiben. Das Atmen, die Ausrüstung und besonders das im Wasser schweben benötigt die vollste Aufmerksamkeit. Nach einigen Minuten jedoch, fühlt man sich etwas sicherer und man beginnt sein Umfeld zu erkunden. Dort unten gibt es so viel zu sehen. Mit der Welt über dem Meeresspiegel nicht zu vergleichen. Der erste Tauchgang dauerte ca. 50 Minuten (danach ging uns der Sauerstoff aus) und nebst vielen verschiedenen Fischen, konnten wir auch Meeresschildkröten bestaunen. Nach drei weiteren Tauchgängen, etlichen Begegnungen mit Fischen (z.B. Nemo) und auch Haien, Moränen und einer Wasserschlange durfte Ben endlich seinen Open-Water-Ausweis entgegen nehmen. Da unsere Reise noch einige Zeit dauert, wird dies bestimmt nicht der letzte Tauchgang gewesen sein. 


Ach ja und nebenbei, der ganze Spass dauerte drei Tage und kostete 395 Dollar.

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Kommentare: 4
  • #1

    Hampi (Donnerstag, 11 Juni 2015 15:46)

    Next Level. Open dive with the great white in Gansbaii South Africa! ;0)

  • #2

    Gira de Amor (Donnerstag, 11 Juni 2015 17:25)

    Ja, aber nur mit Käfig :-)

  • #3

    Silja (Donnerstag, 11 Juni 2015 19:23)

    und dann Rocio nochmals dazu bringen das erlebnis zu testen!
    Ich hatte Glück direkt im Offenen Meer zu lernen! Viel spannender!
    Und unbedingt noch den Advanced anhängen mit Deep Dive und Navigation!!
    Ach! Wie liebe ich das Gefühl wenn sich die Unterwasserwelt dich für ein paar Minuten einlässt!!
    Have Fun!!!

  • #4

    Oli (Dienstag, 20 Oktober 2015 10:11)

    Ja perfekt :D

    Denn mache mer doch mal en Tauch-Gschäftsusflug :D?