Inselhüpfen auf Hawaii

Hawaii, der 50. Bundesstaat der USA ist aus Schweizersicht praktisch am anderen Ende der Welt. Von Japan her kommend sieht es jedoch etwas anders aus. Die knapp sechs Stunden Flugzeit sind praktisch ein Katzensprung. Unser erster halt war die Insel Oahu, welche die Hauptstadt Honolulu beheimatet. Honolulu ist die am dichtbesiedelste Stadt in ganz Hawaii. Was man dort macht? Vor allem Faulenzen, Shoppen, Surfen und Essen. Bis auf's Surfen haben wir genau das gemacht. Der berühmteste Strand, von welchem wohl schon alle mindestens einmal gehört haben, ist der Waikiki-Beach. Zu unseren Favoriten gehört dieser jedoch bei weitem nicht. Der Strand ist praktisch täglich überfüllt und zudem reiht sich gleich dahinter ein Hotel ans andere. Die Wellen sind an diesem Strand jedoch ideal, wenn man zum ersten Mal auf dem Surfbrett steht. Es gibt auf der Insel viel schönere nicht so sehr überlaufene Strände, dafür muss man jedoch in den Norden hoch fahren. Ebenfalls ein Tipp ist die Hanauma-Bay, welche rund 20 Fahrminuten entfernt ist. Diese Bucht ist wunderschön und eignet sich perfekt zum Schnorcheln. Da es Naturschutzgebiet ist, muss man leider 7 Dollar eintritt bezahlen. Ein Besuch lohnt sich aber aufgrund der Artenvielfalt auf jeden Fall.


Ebenfalls ein super Ausflug ist das Polynesian Center. Es handelt sich um eine Art Park, in welchem all die polynesischen Völker wie Hawaii, Fidschi, Samoa, Tahiti, Tonga und Neuseeland vorgestellt werden. Pro Volk gibt es stündlich eine Vorstellung, in welcher etwas Traditionelles vom jeweiligen Land vorgestellt wird. Das kann zum Beispiel Musik, Tanz, Erklimmen einer Palme, Öffnen einer Kokosnuss, Feuer mit zwei Hölzern und vieles Mehr sein. Wenn man möchte, kann man das eine oder andere auch selber ausprobieren. Zudem gibt es am Abend noch eine riesige Show und ein Luau. Bei einem Luau handelt es sich um eine hawaiianische traditionelles Fest, bei welchem meist ein Buffet angeboten und Hula getanzt wird. Der Themenpark, die Abendshow und das Luau kosten pro Person 99 Dollar exkl. Steuer. Es gibt jedoch auch die Möglichkeit, lediglich den Thempark zu besuchen, dann liegt der Preis bei 49 Dollar. Nebenbei, Luau's werden auf allen Inseln angeboten. Auf Oahu soll jedoch Jermaine's Luau eines der besten sein, haben wir uns zumindest sagen lassen. Ausprobiert haben wir es leider nicht. Der Tag im Polynesian Center war für uns auf jedenfalls sehr interessant und lehrreich. Deshalb Daumen hoch für dieses Ausflugsziel. Hier einige Eindrücke. 

Nach vier Tagen haben wir die Insel verlassen, um per Flieger zur nächsten Insel Kauai zu gelangen. Gleich bei Ankunft hatten wir jedoch ein kleineres Problem. Wir hatten online ein Auto vorgebucht, da Fortbewegung auf dieser Insel ansonsten kaum möglich ist. Als wir jedoch bei der Autovermietung ankamen stellte sich heraus, dass der internationale Führerausweis, welchen Rocio und ich extra für die Reise besorgt haben, in Hawaii nicht akzeptiert wird. Wir wurden doch beide etwas nervös und suchten nach unseren Schweizer Führerausweisen (Plastikkarte). Die Kopien hatten wir in unserm E-Mailpostfach. Nachdem wir wirklich alles auseinander genommen haben, mussten wir leider feststellen, dass wir beide den Schweizer Ausweis zu Hause gelassen haben. Wer schon mal in den USA war, weiss wie schwer es ist, eine Ausnahme in solchen Fällen zu bekommen. Die Dame meinte relativ trocken, kein Originalausweis, kein Auto. Super. Wir haben also sämtliche Autovermietungen am Flughafen abgeklappert und schlussendlich mit Alamo eine gnädige Firma gefunden, welche den internationalen Führerschein akzeptierte. 

 

Nun zurück zur Insel. Kauai ist auch unter dem Namen Garteninsel bekannt. Den Namen hat sie der extrem grünen Vegetation zu verdanken. Der Nachteil, kein Grün ohne Wasser, ergo viel Regen. Die Insel ist weltweit eine der am regenreichsten Orte. Dies haben wir leider genau so erlebt. Von den insgesamt 5 Tagen Aufenthalt hat es 4 Tage praktisch durchweg geregnet. Auf der Insel selbst gibt es einige Wasserfälle zu bestaunen, Wanderwege abzulaufen oder sonstige sportliche Aktivitäten in freier Natur. Da das meiste mit Regen jedoch nicht so Spass macht, haben wir verhältnismässig viel Zeit im Hostel verbracht. Das Hostel an sich war eigentlich ganz okay, das einzige Problem war die Hitze. Die Temperatur war trotz Regen mindestens 25 Grad was eine hohe Luftfeuchtigkeit bedeutet. Ohne Klimaanlage war das Schlafen nicht ganz einfach. Ansonsten haben wir das beste daraus gemacht und einige Orte besucht, so z.B. den Waimea Canyon. Dieser kann bezüglich seiner Schönheit, wenn auch viel kleiner und grüner, aus meiner Sicht locker mit dem Grand Canyon mithalten. Wenn man mit dem Auto ganz oben ankommt und kein Nebel vorhanden ist, ist die Sicht atemberaubend. Ausserdem haben wir eine mehrstündige Wanderung zu dem Hanakapia Wasserfall unternommen. Diese Wanderung ist wirklich eine der besonderen Art. Man läuft entlang der Küste und hat eine wunderbare Aussicht auf das Meer. Belohnt wird man mit einem wirklich einsamen Strand und einem schwindelerregend hohen Wasserfall. Wer jedoch das richtige Abenteuer sucht, der macht die ganze Wanderung bis zur Na Pali Küste (ein Weg 11 Meilen). Die Höhenmeter, welche man bei dieser Wanderung zurück legt, dürfen jedoch nicht unterschätzt werden. Zudem benötigt man für die komplette Wanderung mit Rückweg rund 3 Tage eine Erlaubnis vom Park. Diese kann gegen ein Entgelt in der Stadt Lihu'e besorgt werden. Wir haben uns für die kürzere, halbtags Variante entschieden. Wer etwas mehr Budget hat, der soll auf dieser Insel unbedingt einen Helikopterrundflug buchen. Die Insel aus der Vogelperspektive mit ihrer üppigen Natur ist einzigartig. Übrigens, jeder der schon mal Jurrassic Park gesehen hat, hat einen Teil der Insel, zumindest im TV gesehen. Die Wasserfälle die im Film gezeigt werden, befinden sich auf Kauai. 

 

Unser nächster Halt war die wohl bekannteste aller Insel, Maui. Genauer gesagt haben wir uns im bekannten Touristenort Lahaina niedergelassen. Wir hatten dort eine fantastische Zeit. Nicht zu letzt dank einem perfekten Gastgeber namens Stephen. Er hat ein einfach bezauberndes Bed and Breakfast mit dem klangvollen Namen "Moana Lani" eröffnet. Wer einmal auf Maui ist, der soll unbedingt dort hin. Er versucht deine Ferien wirklich so perfekt wie möglich zu gestalten. Das inkludierte Frühstück kommt täglich frisch aus seiner Küche. Dafür steht er früh auf und backt was das Zeugs hält. Ebenso gibt es täglich um 17:00 Uhr einen Cocktail und etwas Süsses (natürlich auch frisch zubereit). Lust auf Käse? Kein Problem. Stephen geht rasch in den Supermarkt und holht dir eine Auswahl. Musst du irgendwo hin und hast kein Auto? Es stehen diverse Fahrräder zur Verfügung oder ansonsten fährt dich Stephen in seinem roten Cabriolet. Wieviel dieser Service kostet? Keinen Rappen mehr. Alles im Zimmerpreis für rund 100.00 Dollar pro Nacht inbegriffen. Wer Hawaii und besonders Maui kennt, der weiss, dass dies ein sehr guter Preis ist. Nicht um sonst ist Stephen ständig ausgebucht. Hier der Link dazu! Ansonsten ist er auch auf Airbnb zu finden. 


Leider hatten wir erneut das "Mietautoproblem". Am Flughafen wollte uns keine einzige Firma (und wir haben ca. 10 angefragt) ein Auto ohne Original Schweizer Führerschein ausleihen. Es blieb uns also nichts anders übrig, als den Führerschein per Express aus der Schweiz einfliegen zu lassen. Da Hawaii auf der anderen Seite der Erdkugel liegt, bedeutet Express Rund 5 Tage. Dies würde jedoch bedeuten, dass wir die berühmte "Road to Hana" nicht durchführen können. Wer schon mal in Maui war, der weiss, dass dieser Tripp ein Muss es. Erneut haben wir also weitere Firma auf der Insel abgeklappert und siehe da, irgendwann war uns eine gnädig. Mit dem neuen fahrbaren Untersatz haben wir uns dann auf den Weg nach Hana gemacht. Die Strasse dorthin ist wirklich einmalig und die Ausblicke wunderschön. Ebenfalls haben wir den Vulkan Haleakana besucht. Die dem Mond ähnelnde Landschaft ist definitiv ein Besuch wert. Ansonsten bietet Maui zahlreiche Traumstrände wie man sie aus dem Ferienprospekt kennt. Perfekt um zu surfen, tauchen oder schnorcheln. Ach ja, den Führerausweis haben wir knapp 2 Stunden vor Abflug noch kurz in der Nähe des Flughafens Maui abgeholt. War wortwörtlich in letzter Sekunde angekommen. 


Von allen besuchten Inseln auf Hawaii ist Maui definitiv unser Favorit. Hier findet man eine gute Mischung von allem (Natur, Sport, Ausflüge, Restaurants). 


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Kommentare: 2
  • #1

    Tungalov Ratchowski (Sonntag, 06 August 2017 14:35)

    Best :-) good day

  • #2

    China Expert (Dienstag, 08 August 2017 23:09)

    If you need some special offer. Please contact us.

    Wang