Langersehnter Traum - Osterinsel

Für Menschen, welche gerne Reisen, ist die Osterinsel definitiv ein Muss. Sie befindet sich im Nirgendwo in mitten des Südpazifiks. Die Nächstliegende Stadt Santiago de Chile ist noch immer über 3'500km weit entfernt. Nicht umsonst wird die Insel "Der Nabel der Welt" genannt. Die Osterinsel war schon immer auf meiner To-Do-List. Da sie jedoch wirklich weit weg ist, hat es sich bisher nicht ergeben. Es gibt nur zwei Flugwege, um dort hin zu gelangen. Entweder über Santiago, wie wir es gemacht haben oder aber über die Südsee (Tahiti). Die Osterinsel hat ihren Namen dem Niederländischen Entdecker zu verdanken. Er stiess nämlich am Ostersonntag auf diese polynesische Insel. Die Insel ist ziemlich klein und beherbergt gerade einmal knapp 6'000 Menschen. Geographisch gesehen gehört Rapa Nui, wie die Insel in der Landessprache genannt wird, zu Polynesien, politisch gesehen jedoch zu Chile. 

 

Wir haben insgesamt 6 Nächte dort verbracht. Die Unterkünfte sind meist recht bescheiden und einfach eingerichtet. Es gibt lediglich zwei sehr teure Luxushotels. Was interessant ist, nur Einheimische (Chilenen gehören nicht dazu) dürfen auf der Insel land besitzen. Die Hotels gehörten also ausschliesslich den Bewohnern von Rapa Nui bzw. zumindest das Land. Auf der Insel selbst gibt es nicht wirklich viel zu unternehmen. Bekannt ist sie vor allem wegen den Steinfiguren, den sogenannten Moai's.

 

Die Geschichte dahinter ist echt spannend. Bevor die Moai's vor mehreren hundert Jahren erbaut wurden, waren nur Zeremonialplattformen (Ahu) vorhanden. An diesen Orten trafen sich die Einwohner um gemeinsam an den verschiedensten Zeremonien teilzunehmen. Erst später wurden dann auf den Plattformen die Steinfiguren aufgestellt. Eine Steinfigur stellt ein totes Familienmitglied dar. Spannend ist, dass bis auf eine Ausnahme, sämtliche Moai's in Richtung Inselmitte schauen. Dies hat den Grund, dass die verstorbenen so über ihre Familie wachen können und sie so beschützen. Die eine Ausnahme sind 7 Steinfiguren, welche Richtung Meer schauen. Man nimmt an, dass diese für die sieben Besatzungsmitglieder der Entdecker der Insel stehen und zukünftige Inselbesucher begrüssen sollen und deshalb so aufgestellt wurden. Wenn es nach den Einheimischen geht, so sind die ältesten Moai's vor Christus erbaut worden. Bis heute haben sich etliche Wissenschafter mit der Frage auseinander gesetzt, wie diese Tonnen schweren Steinfiguren transportiert wurden. Man muss wissen, dass sämtliche Moai's von einem bestimmten Vulkan im Osten hergestellt wurden. Viele der Moai's stehen aber im Westen Kilometer weit entfernt. Zum Transport gibt es diverse Theorien. Für die Rapanuianer ist jedoch klar, wie der Transport verlief. Die Figuren wurden am Kopf (Schwerpunkt) mit Seilen befestigt, zum Schwanken gebracht und so transportiert. Zum besseren Verständnis hier ein Bild (Quelle: imaginaisladepasqua.com).    

Die Figuren wurden in einem Stück aus dem Vulkangestein gemeißelt und gehämmert. Man muss sich wirklich vorstellen, wie viel Arbeit das gewesen sein muss. Auf der ganzen Insel gibt es über 1000 solcher Steinfiguren. Jedoch sind bei weitem nicht alle restauriert worden und liegen meist Gesicht voran in der Erde. Wie ich verstanden habe, möchten die Einwohner auch nicht, dass weitere Moai's restauriert werden. Grund, sie möchten nicht noch mehr Touristen. Dass ist auch das einzige negative, was ich zu der Osterinsel sagen kann. Irgendwie fühlt man sich als Tourist nicht wirklich Willkommen. Es scheint als wäre der doch sehr bescheidene Tourismus ein notwendiges Übel. Günstig ist diese Insel übrigens nicht, dies ist jedoch auch nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass das meiste von über 3000 Kilometern weit weg importiert werden muss. 

Die bekannteste Plattform ist die "Ahu Tongariki", welche 15 aufeinanderfolgende Moia's darauf stehen hat. Vor allem zum Sonnenaufgang im Sommer ist dieser Ort magisch, dann nämlich scheint die Sonne zwischen durch.

Erst vor kurzem waren diverse Berichte über die Osterinsel und den Moai's vor allem in Facebook zu lesen. Angeblich die neuste Entdeckung. Unter den Köpfen der Moai's befinden sich auch deren Körper (siehe Bild). Nur zur Klarstellung. Dies war schon längst bekannt. Die Einwohner haben die bereits in den 80er Jahren mittels Ausgrabungen bestätigt (siehe Bild).  

Es gibt noch eine weitere spannende Geschichte von Rapa Nui, die des Vogelmannes (hombre de pajaro). Früher gab es insgesamt bis zu 20 verschiedene Stämme auf der Insel. Einmal im Jahr wurde die Jagd nach dem Ei eines speziellen Vogels eröffnet. Jeweils der kräftigste und mutigste junge Mann (zwischen 13 und 15) eines jeden Stammes, musste sich mit den anderen messen und mittels Teilnahme an diesem sehr gefährlichen Wettbewerb die Gunst der fruchtbarsten jungen Dame der Insel erkämpfen. Die jungen Männer mussten den steilen Abhang des Vulkans Rano Kau hinunter klettern, eine lange Strecke im Meer schwimmen um zur nächsten Insel zu gelangen, als erster das Ei dieses Vogels ergattern und es unbeschädigt wieder zurück bringen. Der Gewinner wurde unmittelbar danach mit dem begehrtesten Mädchen verheiratet.


Wer die Chance hat, diese eindrückliche, kleine Insel zu besuchen, der soll dies unbedingt tun, die Geschichte dahinter ist wirklich sehr spannend und einmalig.    

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Kommentare: 16
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