Argentinien und Wein

Wenn ich an Argentinien denke, kommen mir einige Schlagwörter in den Sinn, so zum Beispiel: Steaks, Cowboys, Fussball, Maradona und natürlich Wein. Da unser Weg nach Norden führte und wir uns entschlossen hatten, von Chile aus über die argentinische Grenze zu gehen, war klar, dass wir in Mendoza landen. Wer sich ein wenig mit Wein befasst, der weiss, dass dies die bekannteste Weinregion Argentiniens ist und der Malbec hier seine Wurzeln hat. Mit dem Bus fuhren wir also über die Grenze und kamen in Mendoza an. Es wird einem ziemlich schnell bewusst, dass sich hier alles um Wein dreht. An jeder Ecke wimmelt es an Angeboten für Weintouren, es gibt jede Menge Weinläden und sogar aus dem Brunnen sprudelt der Traubensaft. Wem Wein trinken alleine zu langweilig ist, der kann das Degustieren mit einem Fallschirmsprung kombinieren. Der Wein bekommt so auf jeden Fall genügend Luft ab. Was es nicht alles gibt...


Wir konnten es nicht lassen und wollten nach der doch etwas enttäuschenden Tour in Napa nochmals einen Versuch in Argentinien starten. Und siehe da, es hat sich definitiv gelohnt. Die Tour war 1A. Wei bereits erwähnt, ist die Region für ihren Malbec bekannt. Daneben wird jedoch auch noch ein Weisswein names Torrontés angebaut. Noch nie davon gehört und bis anhin noch nie probiert. Wir haben diverse Weingute besucht, ein super Lunch genossen bei welchem zu jedem Gang der passende Wein gereicht wurde. Am besten hat uns gefallen, dass wir in einem Weingut diverse Weine probiert haben und dazu jeweils etwas Salziges (Chips), Süsses (Dulce de Leche), Salat (Rucola) und Käse essen konnten. Um die Weine besser kennen zu lernen war dies echt super. Auch ansonsten war der Service massiv besser. Dies fängt schon bei der Kleinigkeit an, dass man für jeden neuen Wein auch wirklich ein neues Glas bekommt oder zum neutralisieren Wasser oder Brot erhält. Zudem erklären die verschiedenen Weingüter wirklich mit Passion, wie sie ihren Wein produzieren und was dabei zu beachten ist. In einer Stunde haben wir hier mehr erfahren als in Napa Valley an einem ganzen Tag. Leider, muss man sagen. Diese Weintour hat uns deshalb echt gut gefallen und würden wir jedem empfehlen. Bei welchem Anbieter man die Tour bucht, spielt eigentlich nicht eine so grosse Rolle, die meisten besuchen ähnliche Weingüter. Aber man muss sich entscheiden, in welche Region man möchte. Entweder man geht nach Lujàn de Cuyo oder Valle de Uco. Am besten man besucht gleich beide. Es lohnt sich zu 100%. Tipp: Auf jeden Fall hilft es, wenn man ausgiebig Frühstückt, um den Tag gut zu überstehen.


Mendoza selbst hat aus unserer Sicht nebst dem Wein nicht viel zu bieten. Wirklich enttäuscht waren wir vom argentinischen Essen. Es wimmelt von Restaurants aber wirklich gut gegessen haben wir leider nirgends bis auf den Lunch während der Tour. Eine wahre Katastrophe war die Zubereitung der Steaks. Egal wo wir es probiert haben, es war   einfach nicht gut. Nach kurzen 3 Tagen sind wir dann weiter Richtung Norden und Salta. Dieses Städtchen ist viel charmanter und es gibt bei weitem mehr zu entdecken. Die Altstadt und die Kirchen sind wirklich sehenswert. Ausserdem gibt es auch hier diverse spitzen Weingüter. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Tona Sona (Donnerstag, 13 Juli 2017 13:25)

    Good day :-)