Peru - Mehr als nur Machu Picchu

Wer an Peru denkt, dem kommt wohl ziemlich schnell die alte Inka-Stadt Machu Picchu in den Sinn. Es gibt jedoch so vieles mehr zu entdecken. Angefangen hat unsere Perureise nach der Grenze Boliviens in Copacabana am Titicacasee.. Richtig gehört, es gibt eine Stadt in Peru, die den gleichen Namen trägt, wie der berühmte Strand in Rio de Janeiro. Es wird sogar behauptet, dass dies das Original seie und Brasilien den Namen abgekupfert hat. Bis auf die schöne Bucht, welche wirklich nur leicht dem Strand in Rio gleicht, gibt es dort aber nicht wirklich viel zu unternehmen. Wer möchte, kann die Isla del Sol von dort aus besuchen. Der Legende nach, wurde der erste Inka Manco Capac vom Sonnentot dort auf die Erde geschickt. Dieser Legende verdankt der See auch seinen Namen. Die Insel hat mit viel Phantasie die Form einer Katze bzw. Puma. Auf Quechua, der ursprünglichen Sprache der Inkas bedeutet Titicaca nämlich grosse, graue Katze oder Puma. Der grösste See Südamerikas befindet sich in den beiden Ländern, Bolivien und Peru, wobei der grössere Teil in Peru ist. Er liegt auf über 3'800 m.ü.M. 


Weiter ging ess mit dem Bus nach Puno. Puno ist vor allem für die schwimmenden Schilfinseln, den sogenannten Uros, bekannt. Diese Völker leben seit zig Jahren auf künstlich erstellten Inseln, welche sich im Titicacasee befinden. Wir haben zwei solcher Inseln besucht und uns erklären lassen, wie die Inseln gebaut werden. Ähnlich wie bei einem Haus wird zuerst eine Art Fundament mittels Erdblöcken erstellt. die einzelnen Blöcke sind rund 1m3 gross und wachsen mit der Zeit zusammen. Darauf werden mehrere Schichten Schilf verteilt. So entsteht mit der Zeit eine künstliche Insel auf welcher dann Gebäude, ebenfalls aus dem gleichen Schilf, gebaut werden. Das Schilf wird praktisch für alles benützt, sogar zum feuern der Kochstelle. Es ist wirklich erstaunlich, wie das Volk sich praktisch eine diesen Stadt auf dem Wasser gebaut hat. Mittlerweile gibt es rund 80 Inseln. Pro Insel leben teilweise mehrere Familien, wobei nur eine Person das "Stammesoberhaupt" sein kann. Zu unsrem erstaunen ist dies nicht zwingend die Älteste Person. Wer möchte, kann auch auf einer solchen Insel bei einer Familie in einem Schilfhaus übernachten. 


Wir sind weiter in die Hauptstadt der Inkakultur - Cusco. Dies ist wirklich eine wunderschöne Stadt mit viel Charm und viel Geschichte. Auch hier haben wir an einer Freewalking-Tour teilgenommen und vor allem viel historisches über die Zeit der Inkas dazu gelernt. Die Spanier haben beispielsweise sämtliche Inkatempel zerstört und darauf eine katholische Kirche erbaut. In der Kirche Santo Domingo sind die alten Tempelmauern der Inkas noch zu sehen. Nebenbei haben wir erfahren, dass der verstorbene US-Rapper Tupac seinen Namen von einem berühmten Inka Herrscher geklaut hat. Er (Tupac Amarhu) bekämpfte die Spanier, wurde jedoch festgenommen und hingerichtet. Vor seiner Hinrichtung soll er jedoch verkündet haben, dass er nicht sterben und zurückkehren werden. 


Cusco ist ansonsten natürlich vor allem als Ausgangspunkt für den Besuch der Stadt in den Bergen "Machu Picchu" bekannt. Es gibt drei Möglichkeiten dort hin zu gelangen. Entweder eine 4-tägige Wanderung, wobei es verschiedene Wege gibt. Der wohl bekannteste ist der Incatrail. Dieser muss jedoch meist Monate vorab gebucht werden. Des Weiteren kann man mit dem Bus dorthin und nur ein wenig wandern oder aber für die ganz faulen wie wir es ausnahmsweise waren mit dem Collectivtaxi zur Zugstation, mit dem Zug zu Machu Picchu Pueblo und dann nochmals mit dem Bus bis zum Machu Picchu.


Über den Machu Picchu selbst möchte ich nicht viel schreiben, da es schon so viel dazu gibt. Ja, es ist sehr touristisch aber ein Besuch definitiv wert. Die Stadt hat schon etwas magisches und verbunden mit den Wolkenschleiern wirklich mystisch.


Unser nächster Halt in Peru war die Hauptstadt Lima. Die meisten Unterkünfte befinden sich im Stadtteil Mirafolores, welcher wirklich sehr touristisch ist. Wir haben uns entschieden im neuen Trendviertel Barranco einen Schlafplatz zu suchen. Lima ist ein super Ort, um ausgezeichnet zu essen. Es gibt wirklich super trendige Bars und Restaurants und das zu einem super Preis. Wer den Mut hat, soll unbedingt das Nationalgericht Cuy (Meerschwein) probieren und zudem das Getränk Chicha Morada (wird aus Mais hergestellt). Das Getränk hat mir persönlich mehr zugesagt. Nicht zu vergessen, den bekannten Pisco Sour, welche seine Wurzeln in Peru hat. Es gibt das alkoholische Getränk in diversen Geschmacksrichtungen. Ansonsten haben wir wieder einmal ein Kino besucht, der neue James Bond und sogar auf Englisch. Peru und vor allem Lima sind wirklich gut auf Touristen eingestellt. Eine Stadtführung durfte natürlich auch nicht fehlen, schliesslich gibt es auch hier viel Geschichte. Wir haben unseren Aufenthalt genossen, bevor es dann weiter Richtung Ecuador ging. 

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Kommentare: 1
  • #1

    Chura spoj (Freitag, 11 August 2017 12:47)

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