Ecuador und der Äquator

Gestartet hat unser Ecuador Trip in Guayaquil. Diese Stadt hat aus touristischer Sicht nicht allzu viel zu bieten. Trotzdem waren wir fast eine Woche dort. Grund war, die Familie eines guten Freundes in der Schweiz, welche wir besucht haben. Wir haben die Zeit genutzt und uns gut erholt. Reisen ist teilweise doch sehr anstrengend. Das ständige Koffer ein und aus packen, immer wieder neue Orte um zu übernachten usw. Da ist es manchmal ganz gut, eine Weile an einem Ort zu sein und ein wenig zur Ruhe zu kommen, Zeit um das Erlebte zu reflektieren. Wir wurden von der Familie unseres Bekannten regelrecht verwöhnt, täglich ein warmes Frühstück, Mittag- und Abendessen. 

 

Von Guayaquil haben wir einen Ausflug in 3.5 Stunden entfernte Küstenörtchen Montanita gemacht. Das Fischerdorf ist bei Backpackers sehr beliebt, entsprechend hat sich der Ort voll und ganz auf junge Touristen eingestellt. Dies bringt immer Vor- wie auch Nachteile mit sich. Vorteile aus meiner Sicht: Sicherheit und Sauberkeit, Nachteile: Mehr Europäisch als Ecuadorianisch, teurer als in anderen Regionen. Der Ort ist ausserdem super zum Surfen geeignet. Alles in Allem ein Besuch Wert. Länger als ein Wochenende würde ich jedoch nicht bleiben. 

 

Nachdem wir uns gut erholt haben, sind wir weiter Richtung Hauptstadt Quito geflogen. Quito hat einen neuen und einen alten Flughafen. Der neue Flughafen liegt leider ziemlich weit ausserhalb der Stadt, weshalb die Taxifahrt ins Zentrum rund 25 Dollar kostet. Die Meisten Hotels/Hostels befinden sich entweder in der Altstadt oder in Mariscal. Wir haben uns für die Altstadt entschieden, da wir praktisch nur schlechtes über Mariscal gelesen haben. Vor allem was die Sicherheit betrifft, ist Mariscal anscheinend eine schlechte Wahl. Immer wieder werden Touristen ausgeraubt und dies am helllichten Tag. Vorab, wir hatten einen sicheren Aufenthalt in Quito und uns ist nichts passiert. Wie immer gilt es die Regeln zu beachten, dann geht meist alles gut. 

 

Die meisten wissen nicht, dass Quito mit 2'850m.ü.M. die höchste Hauptstadt der Welt ist. Da in Bolivien die offizielle Hauptstadt Sucre ( 2'808m) und nicht La Paz ist. Quito ist ansonsten natürlich vor allem für seine Nähe zum Äquator bekannt. Hier befindet sich der Mittelpunkt der Erde. In Quito gibt es diesbezüglich zwei Orte zu besuchen. Es gibt ein Monument, welches den Mittelpunkt zeigen soll. Ein Franzose hatte die Position im 1736 bestimmt. Im Jahr 2000 wurde jedoch mittels GPS ermittelt, dass sich der wahre Mittelpunkt rund 240 Meter nördlich befindet. Spannend sind die "Versuche", welche man auf der Äquatorlinie machen kann. Wenn mann Wasser Abfliessen lässt, bildet sich ein Strudel, dessen Richtung sich ändert, je nach dem ob man auf der Nord- oder Südkugel steht. Es werden noch einige andere spannende Versuche gezeigt. Zudem haben wir erfahren, dass es in Ecuador nach wie vor Stämme gibt, welche Schrumpfköpfe herstellt. Als ich das gehört habe, wusste ich zuerst nicht genau, wo dies einzuordnen ist. Aber als ich dann Illustrationen der Herstellung gesehen habe, war alles klar. Diese Stämme machen einfach gesagt aus einem normalen Menschenkopf ein winzig kleiner, sie lassen ihn schrumpfen. Damit ein fussballgrosser Kopf jedoch auf die Grösse eines Tennisballes schrumpft, sind einige Prozesse zu durchlaufen. Die Einzelheiten erspare ich dir an dieser Stelle.

 

Auch ansonsten fanden wir Quito eine durchaus charmante Stadt mit einer schönen Altstadt und einigen Sehenswürdigkeiten. Kurz und knapp, nach Ecuador würden wir wieder kommen!

 

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