Kolumbien - Definitiv eine Reise wert 

In Kolumbien haben wir drei Städte besucht, Cali, Cartagena und Medellin. Cali ist weltweit als Salsastadt bekannt, ansonsten bietet die Stadt nicht viel. Das Cali-Salsa ist weicht jedoch vom kubanischen und puertoricanischen ab. Die meisten Hostel’s in Cali bieten kostenlose Salsalektionen an. Wir haben uns einige kolumbianische Schritte zeigen lassen und dies dann direkt im Ausgang getestet. Hat mehr oder weniger geklappt, bei Rocio besser als bei mir. Wer mit Salsa nichts am Hut hat, der ist aus meiner Sicht in Cali falsch. 

 

Von Cali sind wir per Flugzeug nach Cartagena geflogen. Die Stadt befindet sich weit im Norden Kolumbiens. Dort angekommen fühlt man sich gleich wie in der Karibik. Kein Wunder, bei der Nähe zu den diversen Karibikinseln. Cartagena de las Indias, wie die Stadt korrekt heisst, ist für seine wunderschön restaurierten Kolonialhäuser bekannt. Leider so bekannt, dass die Stadt regelrecht mit Touristen übersät ist. Dies ist auch der Grund, weshalb Caragena die wohl teuerste Stadt in ganz Kolumbien ist. Das sind jedoch die beiden einzigen negativen Punkte. Die wunderbaren alten Kolonialhäuser bieten wirklich ein wunderbares Fotomotiv. Nicht um sonst heiraten in dieser Stadt jährlich tausende Paare, teilweise sogar extra aus dem Ausland angereist. An jeder Ecke gibt es unzählige Restaurant’s. Aufgrund des hohen Touristenanteils sind praktisch alle bekannten Küchen der Welt anzutreffen. Wer ein etwas grösseres Portemonnaie hat, der kann in einem der unzähligen Boutiquehotels nächtigen. Museen, Livemusik und Clubs, die Stadt hat wirklich viel zu bieten.

 

Und wer die Abkühlung nicht im Pool, sondern im Meer sucht, der besucht die nahe gelegenen Inselgruppe Rosario. Von den insgesamt 28 Inseln sind nur zwei öffentlich. Alle anderen befinden sich im Privatbesitz von Hotels oder auch Privatpersonen. Von Cartagena aus ist man in rund 45 Minuten mit dem Speedboot auf einer der Inseln. Die meisten besuchen den Playa Blanca, welcher Öffentlich ist. Die Strände sind wirklich traumhaft schön, wie schon erwähnt, Karibik pur. 

 

Unser letzter Halt in Kolumbien war Medellin. Die ehemalige Drogenstadt hat wirklich einen beeindruckenden Wandel hinter sich. Viele Viertel, Häuser und Gebäudekomplexe wurden während den Drogenkriegen zerstört. Medellin hat aber eine ganz spezielle Politik, wie damit umgegangen werden soll. Zum Beispiel gibt es einen Platz, an dem früher viel Drogenhandel betrieben wurde und entsprechend sehr gefährlich war. Dieser wurde gesäubert und danach in eine Anlaufstelle für Drogensüchtige umgewandelt. Heute ist es ein öffentlicher Platz namens „Plaza de la Luz“ (Platz des Lichtes) und ist Begegnungsort für jung und alt. Ein anderes Beispiel, ein altes Kolonialhaus, welches im Besitz des Drogenkartells war und schlussendlich in miserablem Zustand war, ist heute ein Bildungssektretariat. Die Idee dahinter ist simpel, herabgekommene Orte/Häuser mit einem schlechten Image in etwas positives mit Zukunft umzuwandeln. Diverse Stadtregierungen aus der ganzen Welt kommen nach Medellin, um sich dieses einmalige System anzuschauen und wenn möglich abzukupfern. 

 

Eine Geschichte, welche das Land aus meiner Sicht gut wieder spiegelt, ist die folgende. In ganz Medellin stehen diverse Skulpturen des berühtmen kolumbianischen Künstlers Fernando Botero, unter anderem eine Vogelskuptur auf einem Platz. Auf diesem Platz hat vor einigen Jahren ein Konzert stattgefunden. Direkt vor dieser Skulptur wurde eine Bombe platziert, welche zig Menschen in den Tod riss. Die Skulptur war entsprechend zerfetzt. Die Stadtregierung wollte die zerstörte Skulptur entfernen. Nicht so aber der Künstler, welcher in Kolumbien ein hohes Ansehen hat. Er hat der Regierung klar gemacht, dass diese Skulptur seinen Platz nicht verlässt. Dies ist und war eine Tragödie, welche zu diesem Land gehört und jeder sehen und vor allem, nicht vergessen soll. Was also war seine Lösung? Die Namen der Todesopfer wurden auf einer Tafel eingraviert und an der zerstörten Skulptur angebracht. Direkt daneben hat er eine neue, identische Skulptur aufstellen lassen. Mir gefiel diese Geschichte trotz ihrer Traurigkeit, weshalb ich sie hier teile. Hier die Bilder dazu.

 

Man spürt in dieser Stadt regelrecht, dass die Menschen genug Leid und Kummer erfahren mussten und nun positiv in die Zukunft blicken möchten. Entsprechend begegnen einem die Einheimischen mit offenen Armen und einer grossen Herzlichkeit. 

 

Wir haben auf unserer Reise an diversen Walking-Touren teilgenommen, aber diejenige in Medellin (The Real City Tour) war mit Abstand die beste. Pablo, ja das ist wirklich sein Name, war ein ausgezeichneter Guide. Er ist durch und durch Kolumbianer bzw. Paisa (so nennen sich die Leute aus der Region Medellin) und gibt sein ganzes Herzblut für diese Tour. Mit Händen, Füssen und Mimik führt er die Touristen rund 4 Stunden durch „seine“ Stadt und es wird keine einzige Sekunde langweilig. Wenn er Geschichten von früher erzählt, hört die ganze Schar gespannt zu. Ihm ist es wirklich ein Anliegen, sein Medellin wie es war und heute ist ohne Schönmalerei näher zu bringen. Und wie wir in Kolumbien schon oft gehört haben, bittet er jeden darum, zu Hause vom heutigen, schönen Kolumbien zu erzählen. Das ist eigentlich die Grundmessage der Kolumbianer an die restliche Welt. Kommt in unser schönes Land und geniesst es mit uns gemeinsam. Die schlimmen Zeiten der Morde und des Blutvergiessens sind vorbei. 

 

Dies kann ich definitiv nur bestätigen. Ich kann jedem empfehlen, das Land mindestens einmal zu besuchen. Man braucht wirklich keine Angst zu haben und lernt die grosse Gastfreundlichkeit der Menschen kennen. 

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Kommentare: 1
  • #1

    http://www.ncbcng.org/overview.html (Montag, 19 März 2018 11:22)

    Nigeria-China Business Council was established by the organizers of the 1st Nigeria-China Trade and Investment Forum, after a successful hosting of the maiden edition in Abuja, essentially designed to champion, sustain and deepen trade and investment relationship between Nigeria and China. The event was organized by Chinese Business Community in Nigeria, Federal Ministry of Commerce and Industry and China Council for the Promotion of International Trade (CCPIT).
    In the past, the organization has organized successful events that attached high level of participation locally and internationally.

    Our mission is to serve as a bridge connecting people with genuine interest in trade and investment. This is to be achieved through various events (trade and investment missions, expert conferences, match making events) and personal deal brokerage between investors, manufacturers and project developers.

    To consolidate on the achievements of 1st Nigeria-China Trade and Investment Forum.

    To expose Nigerian Entrepreneurs to Chinese investors for possible partnership.

    Opportunity to further explore areas of economic cooperation between Nigeria and China.

    To change our perception and place more emphasis on manufacturing, production and the processing of most raw materials into finished products exportable to China and other West African Countries.

    To encourage Chinese investors to actively participate in the Nigerian economy through project financing.

    To unveil the untapped economic potentials of Nigeria to the Chinese investors for exploitation.
    Finally, to key into Chinese Technology and skill acquisition for sustainable economic growth and development.