"If it looks good, eat it"

... and to me all looks good !!!

Vielleicht kennst du die Sendung "Bizarre Food" mit Andrew Zimmern. Das Konzept dieser Sendung hat mich (Ben) seit jeher fasziniert. Ein Land und seine Kulter lernt man am besten durch das Essen kennen. 

 

Nachdem ich bereits Köstlichkeiten wie Hühnerfüsse in Hong Kong, Kuhzungen-Sandwich in New York, BabyHai-Tortilla in Yucatan, Kalbsniereneintopf in Stassburg, Schnecken an Kräutern in Nizza und Quallensalat in Chinatown probiert habe, geht die kulinarische Reise nun weiter.  In den kommenden Wochen bzw. Monaten werde ich von unseren Erfahrungen der besonderen Art berichten und Ekelfaktorsterne vergeben. 

Indien (Mumbai) - Schafshirn Curry

Für uns Europäer ist es schon sehr ungewohnt auf der Menükarte ein Gericht mit der doch sehr speziellen Zutat Hirn zu finden. In Indien sieht dies ein wenig anders aus. Das "Braincurry Mutton" ist vor allem in Nordindien eine Spezialität. Ich habe das Curry mit Naan-Brot gegessen. Das Gehirn ist sehr mild und etwas speziell von der Konsistenz her (ähnlich wie Knochenmark; wer dies schon ein mal probiert hat). Aber ansonsten erstaunlich gut. Durch die vielen Gewürze, welche sich in diesem Gericht befindet, schmeckt man überhaupt nichts Unangenehmes heraus.


EKELFAKTOR: 3 von 5 

Indonesien (Jakarta) - Gegrillter Hühnerdarm

Dieser Mitternachtssnack war eigentlich gar nicht geplant. In unserem Hostel haben mir jedoch einen gesprächigen Mitarbeiter kennen gelernt, welcher Zeit und Lust hatte, uns die javanesische Küche etwas näher zu bringen. Nach dem ich immer wieder betonte, dass ich nach wie vor hunger habe, sind wir dann irgendwann an einem kleinen "Foodstall" gelandet. Er meinte, dass er das englische Wort für dieses Gericht leider nicht kennt, aber es schmeckt gut. Also dann mal einfach rein beissen, dachte ich mir. Schmeckt nicht mal so übel. Aber muss nicht täglich sein :-)


EKELFAKTOR: 2 von 5 

Malaysien (Kuala Lumpur)- Gegrillter Frosch

Frosch stand schon lange auf meiner To-Eat-Liste. Bisher habe ich mich jedoch immer davor gedrückt. In Kuala Lumpur aber gabs kein zurück mehr. Zu meinem Erstaunen war das Froschfleisch echt gut. Hätte man es mir zerlegt auf dem Teller serviert, ich hätte gedacht, ich esse Hühnchen. Entgegen meinen Vorstellungen hat es überhaupt nichts Fischiges. Vielleicht kommt das auch auf die Froschart an, keine Ahnung. Auf jeden Fall hat es mir geschmeckt.  


EKELFAKTOR: 2 von 5

Thailand (Bangkok) - Insekten

Natürlich ist dies ein Klassiker, wenn man sich einer "Mutprobe" in den Nachtmärkten von Bangkok unterziehen möchte. Es gibt einiges an Krabbel-tieren, welche verkostet werden können. Unter anderem Grasshüpfer, Maden, Grillen, Spinnen, Skorpione, Wasserläufer, etc. Natürlich braucht es anfänglich etwas Überwindung in die Dinger zu beissen. Da diese jedoch gegrillt sind, schmecken sie fast alle gleich. Am widerlichsten waren die "Maikäfer". Diese kann ich nicht weiterempfehlen. Spannend war jedoch zu beobachten, dass diese Stände in Bangkok fast nur von Touristen besucht wurden, wohingegen im nördlichen Thailand Insekten ein fester Bestandteil der Küche darstellt. 


EKELFAKTOR: 3 von 5

Thailand (Ayutthaya) - Durian

Vielleicht erstaunt es einige, hier eine Frucht vorzufinden. Bei dieser Frucht handelt es sich jedoch nicht um ein 0815 Obst. Sie riecht extrem streng. Und mit extrem meine ich, so extrem, dass es verboten ist, sie mit ins Flugzeug oder Hotel zu nehmen. Ich habe gehört, sie soll nach Käsefuss schmecken und einfach nur eklig sein. Die Chinesen jedoch, wie soll es auch anders sein, fahren voll drauf ab. Zu meinem erstaunen, war die Frucht der Hammer, echt lecker. Mit Laor hatten wir jedoch eine Thai dabei, welche sich auskannte und die richtige Frucht für uns aussuchte. Vielleicht lag es daran, dass sie mir so gut schmeckte. 


EKELFAKTOR: 1 von 5

Thailand (Chiang Mai) - Schweineblut-Curry

Es handelt sich hierbei eher um eine Suppe, als ein Curry, zumindest aus meiner Sicht. Das Gericht, welches noch Nudeln enthält, ist hervorragend. Die kleinen Stücke, welche aus Schweineblut hergestellt werden, erinnern geschmacklich an die Schweizer Blutwurst. Wem diese schmeckt, dem wird auch dieses Curry gefallen. Ich konnte das thailändische Gericht am bekannten Sunday-Walking-Streetmarket in Chiang Mai im Norden Thailands testen und würde es wieder bestellen. Es sieht ekliger aus, als es in Wahrheit ist. 


EKELFAKTOR: 1 von 5

Kambodscha (Battambang) -                Frittierte Fledermaus

Wär hätte gedacht, dass es Völker gibt, welche Fledermäuse essen? Ich jedenfalls nicht. Battambang, die zweit grösste Stadt Kambodschas, ist für seine Fledermaushölen bekannt. Viele Touristen schauen sich das tägliche Spektakel an, wenn 2 Millionen Fledermäuse aus ihrer Höhle fliegen, um auf Futterjagd zu gehen. Entsprechend gibt es auch Menschen, welche diese Tiere essen. Unser Tuk-Tuk Fahrer Thien hat uns zu einem der Restaurants gebracht, welche dieses Gericht anbieten. Ich würde sagen, die Bilder sprechen mehr als tausend Worte.


EKELFAKTOR: 5 von 5

Kambodscha (Battambang) - Gegrillte Ratte

Und wenn man denkt, schlimmer geht es nicht. Auf dem Weg zu der Fledermaushöhle entlang des Strassenrandes gab es einige Händler, welche gegrillte Ratte verkaufen. Ja ihr habt richtig gehört, Ratte. Die Viecher werden vor allem von den Menschen, welche in ländlichen Gebieten leben, gegessen. Anscheinend sollten diese Ratten kein gesundheitliches Risiko darstellen, da diese ausschliesslich in den Reisfeldern leben und sich entsprechend ernähren. Guten Appetit wünsche ich. 


EKELFAKTOR: 4 von 5

Kambodscha (Phnom Penh) -                   Frittierte Vogelspinne

Kambodscha ist eines der wenigen Länder, in welchem die Vogelspinne gefangen, gekocht und gegessen werden. Genau dieses Gericht ist die Spezialität im Restaurant Romdeng in der Hauptstadt Phnom Penh. Dazu wird eine Dippsauce bestehend aus Limettensaft und Pfeffer. Nun zum Geschmack, die Dinger schmecken überraschend gut. Ich würde sagen, wer schon mal Krebs gegessen hat, der kann erahnen, wie die Vogelspinne schmeckt. Das Fleisch ist leicht süsslich. Auf jeden Fall sieht es echt beängstigend aus. Ich habe mich anfänglich gar nicht richtig getraut, die Spinne in die Finger zu nehmen. Zum Glück waren sie bereits tot. 


EKELFAKTOR: 3 von 5

Kambodscha (Phnom Penh) - Frittierte rote Baumameisen mit Rindfleisch und Basilikum

Leider ist das Bild nicht wirklich gut gelungen. Im gleichen Restaurant, in welchem die Vogelspinne angeboten wurde, war auch dieses Gericht auf der Karte. Natürlich musste ich es testen. Das Gericht ohne die Ameisen ist in Südostasien weit verbreitet und praktisch auf jeder Menükarte zu finden.  Ursprünglich kommt es aber, so meine ich zu wissen, aus Thailand. Nun zum Geschmack. Entweder war das Rezept schlecht oder aber die Ameisen geben einen speziellen Gout ab, welcher schwer zu beschreiben ist da ich nichts vergleichbares kenne. Ich fand es auf jedenfalls nicht sonderlich gut. 


EKELFAKTOR: 1 von 5

Vietnam (Hoi An) - Seidenraupen-Salat

Ich muss gestehen, ich habe nicht den ganzen Salat bestellt, sondern freundlicherweise eine Raupe probieren dürfen. Alles was "explodiert", wenn man rein beisst, finde ich ziemlich widerlich. Zum Glück war dies hier nicht der Fall. Ich würde sagen, das Innere ist geschmacklich und von der Konsistenz her mit einer Erbse zu vergleichen. Nur hat die Raupe wesentlich mehr Proteine zu bieten. Den ganzen Salat müsste ich aber trotzdem nicht essen.


EKELFAKTOR: 3 von 5

Vietnam (Hoi An) - Entenembrio Ei

Auch unter dem Namen Balut bekannt, ist in einigen Ländern Südostasiens  ein bekannter Snack für Zwischendurch. Das Ei sollte denke ich so ca. 14 Tage alt sein und wird nur kurz in heissem Wasser abgekocht. Ich muss gestehen, ich wusste, dass dies auf der Reise irgendwann auf mich zukommt. War mir jedoch nicht sicher, ob ich dies probieren kann. Es sieht einfach nur widerlich aus. Das Ding besitzt schon Federn, Schnabel und Füsse. Ich erspare euch hier weitere Details und Fotos. Nach zwei Löffeln war Schluss. Das geht einfach nicht und ist einfach nur falsch.


EKELFAKTOR: 6 von 5 (oh ja)

Vietnam (Hanoi) - Schlange

Die Gegend namens Le Mate ca. 7 Kilometer ausserhalb der Stadt ist bekannt für die Restaurants, welche Schlange im Angebot haben. Es gibt die Möglichkeit, zwischen verschiedenen Schlangenarten zu wählen. Vom Tier selbst wird alles (Herz, Blut, Fleisch, Knochen und Haut) verwendet und in mehreren Gängen zubereitet. Das Herz wird in einem Gemisch aus Reiswein und Schlangenblut gereicht. Danach soll man sich, so glauben zumindest die Vietnamesen, besonders stark fühlen. Habe nichts davon gemerkt. Das Fleisch soll nach Hühnchen schmecken, dem ist jedoch nicht so. Man merkt, dass es von einem Reptil kommt, denn es ist etwas zäh. Ähnlich wie Alligator, wer schon man probiert hat. 


EKELFAKTOR: 5 von 5 (bezogen auf das Herz)

China (Peking) - Seepferdchen am Spiess

Aus meiner Sicht hat dieser Snack nichts mit traditioneller Esskultur zu tun. Für mich sah es eher aus, als waren diese Spiesse nur dazu da, Touristen (vor allem Chinesen) anzulocken. Die Skorpione waren gar noch am Leben, also lebendig aufgespiesst worden. Entsprechend habe ich hier nichts probiert.


EKELFAKTOR: ---

Japan (Tokio) - Schwarzer Burger

In Japan ist es trendig, schwarzes Essen anzubieten. So gibt es beispielsweise nebst schwarzen Burger auch schwarze Hot Dogs oder schwarzes Eis. Die schwarze Farbe in den Lebensmitteln wird entweder mittels Kohle oder Tinte vom Oktopus zubereitet. Den Burger auf dem Bild gibt es in einer bekannten Fastfoodkette zu kaufen (nein nicht Mc Donnald's). Geschmacklich ist das gefärbte Brot oder der Käse kaum vom Gewöhnlichen zu unterscheiden. Aber wenn die Japaner darauf stehen, why not, da gesundheitlich absolut unbedenklich. 


EKELFAKTOR: 0 von 5

Japan (Kyoto) - Hühnerherz-Spiess

Dies ist eine Spezialität, welches es in verschiedenen Kontinenten und Ländern zu schlemmen gib.t. Diesen Spiess nennt man Yakitori und heisst übersetzt Hühnerspiess. Es gibt in ganz Japan unzählige kleine Restaurants,  in welchen man die unterschiedlichsten Yakitori essen kann. Aufgespiesst werden jedoch vor allem Organe und Innereien vom Huhn. Dazu wird praktisch immer Bier getrunken. Gut für den kleinen Hunger zwischendurch. Das Herz selbst ist geschmacklich eine Mischung aus Leber und normalem Geflügelfleisch wie wir es kennen. Ich fand es lecker.  


EKELFAKTOR: 1 von 5

Peru (Cusco) - Meerschweinchen vom Ofen

Meerschweinchen zu essen ist in Peru sowie Ecuador nichts besonderes und gehört zur Kultur. Natürlich musste ich diese Spezialität kosten. Das Tier wird im Ofen zubereitet und frisch serviert. Die Haut ist im Gegensatz zum uns bekannten Hühnchen sehr zäh und schwierig zu kauen. Ausserdem besteht das Tier aus ganz viel kleinen Knochen und eher wenig Fleisch. Ich  fand es deshalb etwas mühsam, da ich nicht so Geduldig bin. Das Fleisch an sich würde ich als eine Mischung zwischen Hühnchen und Wild beschreiben. Ansonsten ist zu sagen, dass ich es nicht unbedingt wieder bestellen würde. 


EKELFAKTOR: 2 von 5

Dom.Rep. (Santa Domingo) - Frittierte Lunge 

Ich habe auf meiner bisherigen Reise noch nie Lunge angeboten bekommen. Aber im Land meiner Verlobten ist die frittierte Kuhlunge mit dem Namen Bofe ein täglicher Snack. Meist sieht man die Lungen irngedwo am Strassenrand an einer Leine hängend in der Sonne brutzeln. Ehrlich gesagt sah es für mich eher wie ein alter, zerfetzter Putzlappen aus. Durch das Frittieren wurde die Lunge sehr zäh, gummig und eher trocken. Da nütze auch die Limone, welche darüber ausgepresst wird nichts. 


EKELFAKTOR: 1 von 5

Dom.Rep. (Santo Domingo) Stierhoden

Nebenbei hatte ich noch das Vergnügen eine frittierte Stierhode zu probieren. Die Textur ist mit einer Bratwurst zu vergleichen. Der Geschmack leider nicht. Es schmeckte, als wäre etwas bereits weit über dem Ablaufdatum. Ausserdem versuchte ich auszublenden, was ich da gerade am Essen war. Zum Glück habe ich das Ding nicht in roher Version gesehen,  bin nicht sicher, ob ich es dann probiert hätte. Sieht echt widerlich aus.  Leider hatte ich meine Kamera nicht dabei und konnte deshalb kein Foto schiessen. Deshalb ein Foto aus dem Netz (domreptotal.com).


EKELFAKTOR: 4 von 5